Sofortmaßnahmen für Hobbyhalter von Geflügel

Die Nahrungsmittelagentur hat bestätigt, dass in den letzten 8 Wochen an Hühnern von 10 Hobbyhaltern in verschiedenen belgischen Gemeinden die Newcastle-Krankheit festgestellt worden ist.
 
Infolge der Ergebnisse der epidemiologischen Untersuchung hat die FASNK den Hobbyhaltern von Geflügel in Belgien ab dem 2. Juli 2018 neue Maßnahmen auferlegt: Auf dem gesamten Staatsgebiet gilt ein Verbot der Übergabe (in Form von Verkauf, Schenkung, Austausch, ...) von Hühnern, Puten, Perlhühnern, Enten, Gänsen, Wachteln, Tauben (außer Brieftauben), Fasanen, Rebhühnern und Laufvögeln (Ratiten) an oder zwischen Privatpersonen und ein Verbot der Teilnahme dieser Vogelarten an Ansammlungen (Märkten, Ausstellungen, Messen, ...).
 
Diese Maßnahmen gelten ab Montag, dem 2. Juli für einen eventuell verlängerbaren Zeitraum von 30 Tagen.

 
Ab Montag, dem 2. Juli erlässt die Nahrungsmittelagentur auf dem gesamten Staatsgebiet für einen Mindestzeitraum von 30 Tagen strikte Maßnahmen für alle Hobbyhalter der vorerwähnten Vogelarten:

  1. Verbot der Übergabe (in Form von Verkauf, Schenkung, Austausch, ...) von Hühnern, Puten, Perlhühnern, Enten, Gänsen, Wachteln, Tauben (außer Brieftauben), Fasanen, Rebhühnern und Laufvögeln (Ratiten) an oder zwischen Privatpersonen,
  2. Verbot der Teilnahme dieser Vogelarten an Ansammlungen (Märkten, Ausstellungen, Messen, ...).

Diese beiden neuen Maßnahmen gelten für einen Zeitraum von 30 Tagen und können entsprechend den epidemiologischen Entwicklungen in Belgien verlängert werden.
 
Ansammlungen und Übergaben von Vögeln anderer als der hier erwähnten Arten sind nach wie vor erlaubt.
 
Die FASNK führt bei jedem Befall eine epidemiologische Untersuchung durch, um die Ursache zu klären. Die neuesten Fälle haben gezeigt, dass hierbei der Kauf von Tieren und die Kontakte in Kreisen von Hobbyhaltern eine große Rolle spielen; dies erklärt die ergriffe­nen Maßnahmen. Auch eine Ansteckung über Wildvögel ist eine mögliche Ursache. Das Virus der Newcastle-Krankheit ist sehr ansteckend und kann alle Geflügel- und Vogelarten befallen. Bei Tieren, die von einem sehr aggressiven Stamm befallen sind, treten neurolo­gische Symptome (darunter Torticollis) und eine hohe Sterberate auf. Es ist unabdingbar, dass jeder Geflügelhalter die auferlegten Maßnahmen streng befolgt, damit eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert wird.
 
Für den Menschen ist diese Krankheit ungefährlich. Eier oder Geflügelfleisch können somit problemlos verzehrt werden.
 
Die Nahrungsmittelagentur unterstreicht, dass nur eine Impfung wirksam gegen diese Krankheit schützt. Diese Impfung ist für Geflügel von gewerbsmäßigen Züchtern und von Haltern von mehr als 100 Stück sowie für Geflügel und Tauben, die an Ansammlungen oder Ausstellungen teilnehmen, gesetzlich vorgeschrieben. Die Agentur empfiehlt im Übrigen generell die Impfung der Tiere von Hobbyhaltern, also auch bei kleinen Beständen

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