Eynatten

Amstenrather Haus
 
Haus Lambertz

Haus Amstenrath

Als wichtigstes Gebäude ist hier "Haus Amstenrath" zu nennen, das in unmittelbarerer Nähe der Hauptstraße, aber gut versteckt hinter seinen Wirtschaftsgebäuden liegt. Es gehörte der Familie von Eynatten und wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Umgeben von einem weiten Wassergraben, ist das Haus über eine schmale Brücke zu erreichen. Wenn man durch den Vorbau das Haus betritt, findet man sich in einem kleinen rechteckigen Innenhof wieder, in den fast nie die Sonne dringt, und der Zugang zu den drei Flügeln des Gebäudes bietet.

Haus Amstenrath ist in Privatbesitz und daher in der Regel nur von außen zu besichtigen. Dennoch lohnt sich ein Besuch, nicht zuletzt wegen des guten Erhaltungszustandes und der liebevollen Restaurierung des Umfeldes.

Vlattenhaus

Nicht weit von diesem Anwesen liegt, ebenfalls von einem Wassergraben umgeben, das "Vlattenhaus". Ähnlich wie das Amstenrather Haus hat auch das Vlattenhaus den Charakter einer Wasserburg.  Eine Brücke führt zum Wohnhaus.  Dieses Herrenhaus sowie das landwirtschaftliche Anwesen tragen ihren Namen nach der Familie von Vlatten, die bis 1733 ihren Sitz dort hatte. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner im September 1944 zerstörten zwei Bomben das gerade neu restaurierte Vlattenhaus.  Das eigentliche Ziel der Flieger waren mehrere Panzer im Hof des angrenzenden landwirtschaftlichen Anwesens.  Nach dem Krieg war dieses zerstörte Haus Wind und Wetter ausgesetzt und zerfiel immer mehr.  In den neunziger Jahren wurde die Ruine durch einen Aachener Architekten wieder neu errichtet gemacht und auf gelungene Weise mit modernen Elementen ergänzt.

Haus Schmetz und Gut Leuff

Ebenfalls im Eynattener Dorfzentrum liegen das "Haus Schmetz" und das "Gut Leuff". Letzteres ist ein altes Gehöft, ersteres ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Leider sind beide Anwesen vom Verfall bedroht und aus Sicherheitsgründen derzeit nicht mehr zugänglich.

Haus Lambertz

Im Gegensatz dazu ist das "Haus Lambertz" aus dem 18. Jahrhundert gut erhalten und immer noch bewohnt. Das Herrenhaus wurde im Jahr 1734 erbaut und trägt im Volksmund den Namen "Alcazar" (= span. Burg, Schloß). Sehenswert sind vor allem die Gliederung der Fassade und die drei ovalen, übereinander liegenden Fensteröffnungen.

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Die Eynattener Pfarrkirche, die St. Johannes dem Täufer gewidmet ist, bestand bereits im Mittelalter, wurde dann 1707 ein erstes Mal wieder aufgebaut, als Eynatten zur selbständigen Pfarre wurde. Das heutige Aussehen und ihre Größe erhielt die Kirche nach einem Brand im Jahre 1953, der den Chor und die Sakristei zerstörte.

Berlotte

Auch im kleinen Weiler Berlotte, der heute noch eine in sich abgeschlossene Einheit bildet, sind mehrere interessante historische Gebäude zu finden.

St. Brigida Kapelle

Mitten im Ortskern von Berlotte, an der alten Römerstraße "Kinkebahn" liegt die kleine Kapelle zu Ehren der Heiligen Familie, im Volksmund "Brigida-Kapelle" genannt.

Basierend auf einer Schenkung aus dem Jahr 1695 wurde das kleine Gotteshaus im Jahre 1711 erbaut und bereits 1722 um ein Joch vergrößert. Zuletzt im Jahre 1980 grundlegend restauriert, dient die Kapelle zwar nicht mehr dem regelmäßigen Gottesdienst, wird aber von den Einwohnern des Weilers Berlotte liebevoll gepflegt. Jeweils zu Anfang August bildet sie das Zentrum der Berlotter Kirmes, die sich auf den Freiflächen rundherum abspielt.

Burg Raaff

Wenige hundert Meter entfernt liegt mitten in den Wiesen ein imposanter Bergfried aus dem 14. Jahrhundert, die Burg Raaff.

Sie gehörte wahrscheinlich der alten Limburger Familie von Rave, woher auch ihr Name stammt. Doch auch die Familie von Eynatten ist unter den bekannten Besitzern zu finden. Dieser Bergfried ist eines der wenigen noch im Ursprungszustand erhaltenen Beispiele für die mächtigen Wohntürme der Umgebung. Burg Raaff war von einem breiten Wassergraben umgeben. An den vier Ecken sind noch die Reste von Wachtürmchen zu erkennen. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts war sie bewohnt. Leider wurde im Jahre 1832 das Dach entfernt und seitdem verfällt das Gebäude immer weiter.

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