Hauset

St. Rochus Kapelle
 
Pfarrkirche St. Rochus und St. Genoveva

St. Rochus Kapelle

Unter hohen Bäumen liegt an einer Wegkreuzung eine kleine Kapelle aus dem späten 17. Jh. oder frühen 18. Jahrhundert, die dem Hl. Rochus geweiht ist. Sie wurde wahrscheinlich nach der großen Pestepidemie 1635-1637 erbaut, um den Schutzpatron der Pestkranken, den Hl. Rochus anzubeten. Im Jahr 1899 wurde die Hauptfassade des Kapellchens komplett erneuert. Seit dem Bau einer neuen Kapelle im heutigen Ortskern 1858. der späteren Pfarrkirche, verlor sie ihre liturgische Bedeutung.

Hof van Weersth

Unterhalb der Kapelle, auf der anderen Seite der Asteneter Straße, liegt ein imposanter Gutshof aus dem 18. Jahrhundert, der eine der nur noch selten erhaltenen Fachwerkfassaden aufweist. Inwiefern dieser Gutshof mit der gegenüberliegenden Burg Hauset in Zusammenhang steht, von der nichts mehr erhalten ist, konnte bis heute nicht festgestellt werden.

Altes Wegkreuz

Noch bis vor wenigen Jahren zogen die Hauseter Pfarrprozessionen bis zum einem alten Wegkreuz im Walhorner Feld an der Asteneter Straße. Dieses Kreuz ist ungefähr drei Meter hoch und weist das in den Stein eingehauene Datum 1757 auf.

Pfarrkirche St. Rochus und St. Genoveva

Im heutigen Dorfzentrum des Dorfes Hauset, zwischen Schule und Pfarrhaus, steht die Pfarrkirche, die dem Hl. Rochus und der Hl. Genoveva geweiht ist. Sie ist eines der wenigen hiesigen Beispiele für einen neogotischen Kirchenbau. Die ursprünglich kleine Kapelle aus dem Jahr 1858 wurde 1909 durch ein Querschiff vergrößert. Der imposante Turmvorbau wurde erst 1950 errichtet.

Hammerbrücke

Im Jahre 1843 erbaut, liegt größtenteils auf Hauseter Gebiet eine der ehemals imposantesten Eisenbahnbrücken der Euregio Maas-Rhein.

Die "Hammerbrücke", die ihren Namen dem kleinen Fluss Hammer verdankt, über den sie hinwegführt, war ursprünglich 206,51 Meter lang, 8,474 Meter breit und 36,72 Meter hoch. Sie wurde aus mehr als 8 Millionen Ziegelsteinen erbaut und verband die Eisenbahnlinie Aachen-Köln mit Lüttich. Diese erste Brücke bildete einen beeindruckenden doppelbögigen Viadukt.


Am 10. Mai 1940 wurde sie durch belgische Grenzsoldaten vor den einrückenden deutschen Truppen gesprengt. Dabei kamen acht belgische Soldaten ums Leben. Bei einer Bombardierung am 22. Mai 1944 durch die alliierten Truppen ließen weitere acht deutsche Soldaten ihr Leben.

Gleich nach der Sprengung wurde die Hammerbrücke mittels eines Stahlgerüstes wieder aufgebaut, erneut zerstört und ab 1948 nochmals als Stahlbrücke auf den alten Steinfundamenten aufgebaut. Vor wenigen Jahren musste sie einer neuen Konstruktion weichen, über die in Zukunft der Hochgeschwindigkeitszug THALYS von Deutschland nach Belgien und weiter nach Frankreich oder England fährt.

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