Raeren

Burg Raeren
 
Haus Bergscheid Raeren
Haus Bergscheid
 
 
 
Knoppenburg
Knoppenburg

Burg Raeren

Das wohl wichtigste historische Gebäude der Gemeinde ist die Burg Raeren, die bereits 1952 als erstes ostbelgisches Haus unter Denkmalschutz gestellt wurde. Erbaut wurde die Burg in der Mitte des 14. Jahrhunderts auf dem Gelände einer alten Eisenschmelze, unmittelbar am Zusammenfluss von Iter- und Periolbach gelegen. Der ursprüngliche Wohnturm, der von großen Weihern umgeben war, wurde im Jahre 1583 nach einem Brand von dem damaligen Besitzer Philip von Lomont restauriert und um fast das Doppelte vergrößert. Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstand die Anlage, wie sie sich heute präsentiert, mit hohem Turm, Balkon und der jetzigen Zufahrt mit Torbogen.
Seit 1960 ist die Burg Raeren im Besitz der Gemeinde Raeren. 1963 wurde hier das Töpfereimuseum Raeren eingerichtet, das seitdem zu den wichtigsten Spezialmuseen Belgiens gehört und internationalen Ruf genießt..

Haus Raeren

In unmittelbarer Nachbarschaft der Burg Raeren liegt Haus Raeren, ebenfalls im 14. Jahrhundert erbaut. Es ist bis auf den heutigen Tag in Privatbesitz und weitestgehend in seiner ursprünglichen Bauform erhalten. Lediglich die Fenster wurden vergrößert und ein neues Dach aufgesetzt. Auch der alte Wassergraben und der Wirtschaftshof sind noch vorhanden. Zu den zahlreichen Besitzern des Hauses Raeren im Laufe seiner Geschichte gehört unter anderem die Familie von Schwartzenberg.

Haus Bergscheid

Ein weiteres historisches Gebäude in Privatbesitz ist "Haus Bergscheid", das bereits im 16. Jahrhundert bestand. Das heutige Aussehen stammt größtenteils aus dem 18. Jahrhundert. Auch hier gehörte die Familie von Schwartzenberg zu den Besitzern, genau so wie die Familie von Wicherding.

Knoppenburg

Leider in sehr schlechtem baulichem Zustand präsentiert sich derzeit die "Knoppenburg" im alten Weiler Neudorf. Sie liegt mitten in den Wiesen, am Ende einer herrlichen Kastanienallee und in unmittelbarerer Nähe von sieben kleinen Weihern. Ursprünglich "Hof auf der Heyde" genannt und im 16. Jahrhundert erbaut, erhielt sie ihren heutigen Namen von den beiden knospenförmigen Zwiebeltürmen, die später hinzugefügt wurden.

Haus Moeris

Am anderen Ende des Dorfes, am Rande des Weilers Honien, findet man "Haus Moeris", das eine für die Gegend vollkommen untypische Bauform aufweist. Sind die meisten historischen Gebäude der Gemeinde aus dem lokalen Blaustein erbaut, so mischte man in diesem Fall den Blaustein mit Sandstein – eine Bauform, wie sie in der niederländischen Provinz Südlimburg üblich ist, nur dass dort Sandstein und Feldbrandziegel gebraucht wurden. In abwechselnden Schichten wurden die beiden Materialien aufeinandergesetzt, so dass auf den Mauern farbige Streifen entstanden. In Limburg wird diese Bauform auch "Speck und Ei" genannt. Haus Moeris war ein Lehen der Burg Raeren und wurde größtenteils im 17. Jahrhundert erbaut. Es beherbergt noch heute einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Ravenhaus

Der Hof "Ravenhaus", über dessen Geschichte wenig bekannt ist, wurde bereits im Jahre 1420 erwähnt. Die heutigen Wirtschaftsgebäude stammen wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Ein angebliches "mittelalterliches Schloss" ist jedoch vollkommen verschwunden. Das modern gebaute Herrenhaus wurde im Jahre 1943 durch Brandbomben zerstört und ist seitdem eine Ruine.

St. Nikolaus Pfarrkirche

Der wichtigste Sakralbau der Gemeinde ist die St. Nikolaus Pfarrkirche im Dorfzentrum. Sie wurde auf einer kleinen Anhöhe nach Plänen des bekannten  Aachener Architekten L. Mefferdatis erbaut. Der barocke Bau wurde von 1720 bis 1723 durch die Einwohner des Dorfes errichtet. Noch heute zählt die Raerener Pfarrkirche zu den schönsten des Eupener Landes und weist neben einem wundervollen Hochaltar und vielfältigen Holzschnitzerein des Leonard Mennicken an Beichtstühlen und Sitzbänken auch einen hervorragenden Kreuzweg auf, der in den 70er Jahren des 20. Jh. von dem bekannten Raerener Künstler André Blank gemalt wurde. Weithin geschätzt ist auch die neue Weimbs-Orgel, die bei regelmäßig stattfindenden Konzerten  von international renommierten Organisten bespielt wird. Auch der Friedhof neben der Kirche ist sehenswert. Zahlreiche alte Grabkreuze und Grabdenkmäler zeugen von der Kunstfertigkeit der Raerener Steinmetze.

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