HAUSET – 100 Jahre seit Versailles (1920 – 2020)

Im Januar 1920 trat der Vertrag von Versailles in Kraft, der die Nachkriegsordnung des Ersten Weltkriegs gestaltete. Die Kantone Eupen-Malmedy wurden dem Königreich Belgien einverleibt. Hauset war nun das Dorf am Landgraben, an der Grenze zu Aachen. Der Diavortrag, kommentiert von Walther Janssen, dem Herausgeber der Heimatbücher über Hauset, ist eine Zeitreise der Entwicklung des Ortes seit dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Hauset gehörte 1918 noch zur Gemeinde Hergenrath und wurde erst 1922 eigenständige Gemeinde im Arrondissement Verviers. Doch schon in den 20er Jahren, aber vor allen Dingen in den 30er Jahren, begannen die Auseinandersetzungen über den Verbleib der Kantone Eupen-Malmedy in Belgien oder der Rückgliederung an das Deutsche Reich. Diese Gegensätze hinterließen auch in Hauset ihre Spuren. Es folgten die Annexion durch Nazideutschland von 1940 bis 1944 und die Jahre der Entfaltung der Gemeinde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Fusion von Hauset am 31.12. 1976 mit der neuen Großgemeinde Raeren. Tragende Säulen des Gemeinwesens und des Gemeindelebens waren in diesen Jahrzehnten die Pfarre, die Schule und die Vereine, genauso wie dies bereits zu preußischer Zeit und nach dem Ersten Weltkrieg der Fall gewesen war. Mit der großen Gemeindefusion wurde Hauset 1977 ein Ortsteil der Gemeinde Raeren und heute, nach mehr als vierzig Jahren, stellt Hauset sogar den Bürgermeister der Großgemeinde, fürwahr der Beweis einer gelungenen „Integration“ und eines harmonischen Zusammenlebens in Raeren.

IMG_3164_1024px.jpg

Zurück Drucken