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Günstige Radontests für zu Hause ab sofort erhältlich

30.09.2022

In Belgien befindet sich dieses radioaktive Gas, je nach geologischen Gegebenheiten, in unterschiedlicher Konzentration im Erdboden. Im südlichen Landesteil, insbesondere in den Ardennen, ist oftmals eine erhöhte Radonkonzentration festzustellen. Aber auch die Gemeinde Raeren gehört zu den belgischen Gemeinden mit erhöhter Radon-konzentration und der Grenzwert von 300 Bq/m³ wird teilweise überschritten. Radon kann auf verschiedenen Wegen ins Haus gelangen, beispielsweise über Risse im Boden, Wandanschlüsse, den Keller, Wasserleitungen oder sogar durch die Außenluft.

 

Besitzer von bereits bestehenden Gebäuden haben die Möglichkeit günstig einen Radontest anzufordern (20€ pro Test), um die Konzentration in ihrem Gebäude zu testen und falls nötig Abhilfemaßnahmen zu treffen. Hierzu können Sie die Webseite https://www.actionradon.be/home besuchen. Dort finden Sie ein entsprechendes Formular für die Provinz Lüttich. Bestellungen können ab dem 1. Oktober bis zum 31. Dezember (oder bis alle verfügbaren Tests vergriffen sind) getätigt werden. Genaue Instruktionen zum Testablauf werden Ihnen mit dem Detektor zugeschickt. Der Radongehalt wird über 3 Monate gemessen und sollte zwischen den Monaten Oktober und April durchgeführt werden. Es wird empfohlen, den Detektor in einem stark frequentierten Raum, bspw. in der Küche oder im Esszimmer, zu platzieren. Wird das Erdgeschoss nicht häufig benutzt, kann der Detektor auch in dem am meisten frequentierten Raum im ersten Stock platziert werden. Nach Ablauf der 3 Monate wird der Detektor zum Testzentrum zurückgeschickt.

 

Um sich bereits beim Hausbau vor Radon zu schützen, gelten 2 Grundsätze:

  • Das Eindringen von Radon durch die Abdichtung zwischen Erdreich und Gebäude verhindern
  • Unter dieser Abdichtung ein System zur Radonabsaugung vorsehen

 

Bei Einbau und Anwendung eines Schutzsystems sind folgende Schritte notwendig:

  • Eine durchlässige Schotterschicht vorsehen (Steinschotter, Körnung 15/20)
  • In dieser durchlässigen Schotterschicht ein Absaugsystem vorsehen
  • Auf (oder unter) der Bodenplatte eine Radonschutzfolie anbringen
  • Alle Spalten und Fugen um Rohrdurchführungen zwischen Bodenplatte und Bodenbelag sowie zwischen Bodenplatte und Mauern abdichten
  • Ein wirkungsvolles Belüftungssystem einbauen

 

Um den Radonwert in bestehenden Gebäuden zu verringern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wie auch beim Hausbau haben diese Maßnahmen das Ziel gegen Radon abzudichten und/oder die mit Radon belastete Luft abzuführen:

  • Verbesserung der Gebäudedichtigkeit (Türen, Risse im Boden, Rohre, …)
  • Überprüfung des Belüftungszustandes sowie Behebung eventueller Störungen (Verstopfung des Luftein- oder -austritts, Verschmutzung, …)
  • Verbesserung oder Wiederherstellung der natürlichen Belüftung von Kriechkellern oder geschlossenen Kellern
  • Regelmäßiges Lüften (falls kein anderes Lüftungssystem vorhanden ist)

 

Weitere Informationen, auch zu möglichen weiteren Maßnahmen gegen eine erhöhte Radonkonzentration im Gebäude, sowie nützliche Broschüren zum Thema finden Sie über die Webseite der Föderalagentur für Nuklearenergie FANK:

https://fank.fgov.be/de/dossiers/radon-und-radioaktivitaet-ihrer-umgebung/was-ist-radon

Gemeinde Raeren
Group 5
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Das Bauamt ist zusätzlich an einem Dienstag im Monat zwischen 17 und 20 Uhr geöffnet ( Infos + Termin: +32 (0)87/ 85 89 72).

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Hauptstrasse 26, B-4730 Raeren (Belgien)

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